Über …

Betroffene für Betroffene – Peer-to-Peer-Groups
Manche Selbsthilfegruppen beziehen sich von Anfang an auf andere Gleichbetroffene, Angehörige und die Öffentlichkeit und wollen Erfahrungen aus eigener Betroffenheit weitergeben.
So bieten etwa Selbsthilfegruppen von Menschen mit einer chronischen Erkrankung … anderen Betroffenen Informationen und Unterstützung an.
Es findet dann nicht nur die gegenseitige Hilfe unter den Mitgliedern der eigenen Gruppe statt, sondern es werden auch Hilfen und „Dienstleistungen“ für Außenstehende angeboten, die keine Beteiligung an der Gruppenarbeit wünschen. Das kann mitunter in institutionalisierter Form geschehen, zum Beispiel durch regelmäßige Sprechstunden beim Gesundheitsamt oder bei einer Drogenberatungsstelle, durch die regelmäßige Mitwirkung auf einer Krankenhausstation, durch eigene kleine, manchmal sogar größere „Beratungsstellen“ oder durch einen Internetauftritt mit ausführlichen Informationsangeboten.

Eine Variante dieses Typs stellen Selbsthilfegruppen dar, die ihre Betroffenheit nicht in erster Linie als ihr persönliches, sondern als ein soziales und gesellschaftliches Problem begreifen – zum Beispiel Menschen mit Behinderungen, medizingeschädigte Menschen, Eltern neurodermitis- oder allergiekranker Kinder, Angehörige von Demenzkranken, von Mobbing betroffene Menschen, arbeitslose Akademiker/innen.
Um die in der Gruppe gewonnenen Einsichten und Kräfte zu bündeln, sie auch öffentlich und politisch wirksam werden zu lassen, sind solche Selbsthilfegruppen stärker strukturiert und organisiert.
Sie wählen häufig Sprecherinnen oder Sprecher und widmen sich besonders der Öffentlichkeitsarbeit. Im Zentrum der Gruppenarbeit stehen Sachthemen, etwa der Aufbau einer Internetseite, die Erstellung von Aufklärungsbroschüren oder Literaturlisten, Hinweise auf besonders spezialisierte Einrichtungen und Fachleute oder Informationen über alternative Versorgungs- und Entwicklungsmöglichkeiten. „Betroffenen für Betroffene“ kennzeichnet dieses soziale und gesellschaftspolitische Engagement für sich und andere.
(Quelle: https://www.nakos.de/data/Fachpublikationen/2017/NAKOS-Starthilfe.pdf )

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